Erkennungsmerkmale
Grüner Schimmer an den Flanken und unpaarigen Flossen kennzeichnet Betta hendra. Die Art gehört zur coccina-Gruppe kleiner, überwiegend roter Kampffische. Beleuchtung und Zustand beeinflussen die sichtbare Färbung; ein einzelnes dunkles Foto erlaubt daher keine sichere Bestimmung. Die Erstbeschreibung unterscheidet sie außerdem durch weniger Rückenflossenstrahlen von Betta uberis. Die 2013 beschriebene Art ist keine bloße Farbform eines verbreiteten Aquarienkampffisches.
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Vertebrate Zoology / Senckenberg · Schindler & Linke (2013): Betta hendra, a new fighting fish from Central KalimantanLebensraum und Verbreitung auf Borneo
Der Typusfundort liegt bei Palangka Raya in Zentralkalimantan, im Einzugsgebiet des Sebangau. Die Fische wurden in flachem, stehendem Wasser unter Bäumen und Sträuchern zwischen Wasserpflanzen und teilweise überfluteter Vegetation gesammelt. Organisches Material aus dem Torf färbt das Wasser dunkel und macht es sauer. Solche beschatteten Kleingewässer unterscheiden sich vom offenen Fluss. Der Nachweis betrifft das Einzugsgebiet und ist kein bestätigter Besuchspunkt innerhalb eines Nationalparks.
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Vertebrate Zoology / Senckenberg · Schindler & Linke (2013): Betta hendra, a new fighting fish from Central KalimantanConservation petition archived in the USFWS public docket · Conservation evidence for Betta hendra, with habitat and range documentationFortpflanzung
Betta hendra baut Schaumnester, die vom Männchen nahe der Wasseroberfläche angelegt und betreut werden. Erstbeschreibung und spätere Untersuchungen in Haltung belegen diese Fortpflanzungsweise. Aquariumbeobachtungen bestimmen jedoch nicht automatisch die Fortpflanzungszeit im Freiland. Das Labyrinthorgan ermöglicht die Nutzung von Luftsauerstoff und hilft in sauerstoffarmem Wasser, ersetzt aber keinen geeigneten Wasserlebensraum. Bei der ursprünglichen Untersuchung kam Betta foerschi am selben Standort vor.
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Vertebrate Zoology / Senckenberg · Schindler & Linke (2013): Betta hendra, a new fighting fish from Central KalimantanConservation petition archived in the USFWS public docket · Conservation evidence for Betta hendra, with habitat and range documentationSchutz und Beobachtung
Die räumlich stark begrenzte Art gilt als vom Aussterben bedroht. Entwässerung, Rodung und Brände im Torfsumpfwald können Wasser und Beschattung zugleich beseitigen; Entnahme für den Handel kommt hinzu. Schutz muss deshalb den gesamten Kleingewässerlebensraum mit Walddecke und Wasserhaushalt erhalten. Ein Torfsumpfbesuch bei Palangka Raya vermittelt ökologische Zusammenhänge, verspricht aber keine Sichtung dieses unauffälligen Fisches. Tiere und Vegetation sollten für Fotos nicht entnommen oder gestört werden.




